ZUSAMMENSPIEL VON AKULTURATION UND ENTWICKLUNG

Meine Forschung beschäftigt sich mit jugendlichen Immigranten und zielt darauf, ein besseres Verständnis über das Zusammenspiel von normativer Entwicklung und migrationsbedingten Veränderungen zu entwickeln. Dieses Zusammenspiel habe ich anhand verschiedener Inhalte untersucht. Beispiele sind:

  •  Die Entwicklung und Anwendung eines neuen Instruments zur Erfassung akkulturationsbedingter alltäglicher Herausforderungen, die jugendliche Immigranten zusätzlich zu altersbedingten Herausforderungen erleben
  • Studien zu jugendlicher Delinquenz und der Frage, ob Delinquenz bei Migranten und Einheimischen mit den gleichen Faktoren erklärt werden kann, oder ob migrationsspezifische Ansätze zum Verständnis von Delinquenz bei jugendlichen Migranten entwickelt werden müssen
  • Forschung zu Faktoren, die dabei helfen, interethnische und interkulturelle Freundschaften entstehen zu lassen
  • Die längsschnittliche und vergleichende Untersuchung von Autonomieorientierungen, um das Zusammenspiel normativer Entwicklung (Erreichen von Autonomie) und Akkulturation (Veränderungen kultureller Werte und Einstellungen im neuen Land) zu beleuchten
  • Studien zu Mutter-Jugendlicher-Dyaden in einheimischen und immigrierten Familien, die eine Rollenumkehr und Veränderungen der Hierarchie in immigrierten Familien und damit verbundene Implikationen für die Entwicklung der Jugendlichen aufzeigen konnten

INTERAKTION VON ELTERNHAUS, SCHULE, UND JUGENDLICHEN

Wie gelingt die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus bei Familien mit und ohne Migrationshintergrund? In Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern gehen wir dieser übergeordneten Frage im Rahmen des Projektes LEITER (Lehrenden-Eltern-Interaktion: Mit schulischer Teilhabe zum Erfolg von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Entwicklung einer Lehreinheit auf Basis empirischer Daten) nach. Die Forschung wird mit Mitteln des Niedersächsischen Vorab geförder.

Die erste Phase unseres Projektes beinhaltet eine Fragebogenstudie mit den Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern verschiedener Schulen in Hannover und der Region Hannover. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:  Wie gestaltet sich eine positive Interaktion zwischen Lehrenden und Eltern zur optimalen Förderung der schulischen Adaptation von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund aus Sicht der Lehrenden und der Eltern? Welche Rolle spielen dabei, neben Eltern und Lehrenden, die Jugendlichen selbst? Welche Handlungsempfehlungen können für Lehramtsstudierende an niedersächsischen Hochschulen aus den Erkenntnissen der ersten beiden Fragen abgeleitet und in die Ausbildung integriert werden?

In der zweiten Phase sollen die gewonnenen Erkenntnisse in eine online-Lehreinheit implementiert werden, die in der Lehramtsausbildung der Leibniz Universität Hannover Anwendung findet."

Mit schulischer Teilhabe zum Erfolg von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Entwicklung einer Lehreinheit auf Basis empirischer Daten