Studium
Abschlussarbeiten

MASTERARBEITEN

© Alison Benbow

Am Institut für Psychologie können Sie im Studiengang Master Lehramt an Gymnasien Ihre Masterarbeit schreiben. Dazu gehört ein obligatorischer Besuch des Kolloquiums zur Masterarbeit.

 

Im Studiengang Master Bildungswissenschaften ist die Masterarbeit am Institut für Psychologie verpflichtend, wenn Sie sich für die Vertiefungsrichtung "Kultur und Medienbildung" entschieden haben.

Am Institut für Psychologie können Sie im Studiengang Master Lehramt an Gymnasien Ihre Masterarbeit schreiben. Dazu gehört ein obligatorischer Besuch des Kolloquiums zur Masterarbeit.

 

Im Studiengang Master Bildungswissenschaften ist die Masterarbeit am Institut für Psychologie verpflichtend, wenn Sie sich für die Vertiefungsrichtung "Kultur und Medienbildung" entschieden haben.

Liebe Studierende, liebe Interessierte

an dieser Stelle möchten wir Ihnen darstellen, wie am Institut für Psychologie Masterarbeiten vergeben, verfasst, betreut und bewertet werden.

Eine Masterarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit. Das bedeutet, Sie bearbeiten eine empirische Fragestellung unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden. Dieser Prozess beinhaltet Phasen selbstständigen Arbeitens, aber auch Begleitung und Betreuung durch uns, beispielsweise in regelmäßigen Absprachen und Treffen. Am Ende reichen Sie eine schriftliche Darstellung und Einbettung Ihrer Fragestellung, Ihres Vorgehens und Ihrer Ergebnisse ein.

Hier finden Sie die folgenden Hinweise zur Erstellung von Masterarbeiten als PDF-Datei!

HINWEISE ZUR ERSTELLUNG VON MASTERARBEITEN

  • 1. Ziele

    Im Mittelpunkt Ihrer Masterarbeit am Institut für Psychologie steht im Regelfall die empirische Untersuchung einer umschriebenen Fragestellung zu einem psychologischen Gegenstand. Sie sollen dabei den gesamten empirischen Prozess von der Entwicklung der Fragestellung bis zur abschließenden Darstellung Ihrer Untersuchung durchlaufen – natürlich unterstützt von Ihren Betreuer*innen.

    Konkret ist uns wichtig, dass Sie

    -      eine eingegrenzte, sinnvoll bearbeitbare psychologische Fragestellung herausarbeiten,
    -      die für Ihre Fragestellung relevante Literatur gründlich recherchieren und sich mit dieser vertraut machen,
    -      Ihre Fragestellung in die dazugehörigen Theorien und Befunde einbetten,
    -      ggf. ein auf Ihre Fragestellung zugeschnittenes Untersuchungsdesign oder -instrument entwickeln,
    -      ggf. die Untersuchung planen und durchführen,
    -      erhobene oder vorhandene Daten auswerten,
    -      die Ergebnisse auf Ihre Fragestellung bezogen interpretieren.

  • 2. Hinweise zu Masterarbeitsthemen

    Es ist uns wichtig, dass Sie ein Thema bearbeiten können, welches Sie grundsätzlich interessant finden und an dem Sie mehrere Monate lang motiviert und intensiv arbeiten und zu Erkenntnissen kommen wollen. Idealerweise sind Ihnen im Studium bereits Theorien oder (quantitative) Methoden zu Ihrem Thema begegnet. Ebenso wichtig ist es uns, eine kompetente Begleitung und Betreuung Ihrer Arbeit zu gewährleisten. Ihr*e Betreuer*in muss mit den Theorien und Methoden, die Sie in Ihrer Arbeit verwenden wollen, und mit den Stichproben und potenziellen Besonderheiten dieser, hinreichend vertraut sein. Die Bearbeitung eines Themas aus dem Bereich der klinischen Psychologie und Psychotherapie sowie die Arbeit mit klinischen Stichproben ist daher an unserem Institut nicht möglich.

    Die Betreuer*innen von Masterarbeiten bieten hin und wieder ausgewählte Themen für Abschlussarbeiten an. Darüber hinaus ist auch die Bearbeitung eines/r eigenständig entwickelten Themas/Fragestellung möglich. Bitte fragen Sie frühzeitig bei den entsprechenden Dozent*innen an, wenn Sie eine Masterarbeit bei uns planen. Kontaktieren Sie jedoch bitte nicht alle infrage kommenden Betreuer*innen gleichzeitig.

  • 3. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

    Um Ihre Masterarbeit am Institut für Psychologie anfertigen zu können, sollten Sie die nachfolgend beschriebenen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen beachten.

  • 3.1 Kenntnisse zum wissenschaftlichen Schreiben

    Für das Verfassen einer Masterarbeit sind Kenntnisse zum wissenschaftlichen Schreiben zwingend erforderlich. Hierzu zählen etwa geeignete Recherchemethoden und eine richtige Zitierung (korrekte Quellenangaben, aber auch Überlegungen dazu, wann ein direktes Zitat hilfreich ist oder wie sich Zitate sinnvoll in den Text integrieren lassen). Außerdem muss die Produktion des Gesamttextes geplant und umgesetzt werden. Hierzu gehören ein gutes Zeitmanagement und eine sinnvolle Gliederung der Arbeit sowie eine formal korrekte Darstellung (etwa von Tabellen, Abbildungen, Verzeichnissen usw.) und eine wissenschaftliche Ausdrucksweise.

    Konkrete Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben können Sie an Ihre*n Betreuer*in richten, weiterführende Unterstützung zum wissenschaftlichen Schreiben im Studium erhalten Sie bei Bedarf von der ZQS im Rahmen von Schlüsselkompetenzen.

  • 3.2 Methodische Kenntnisse

    Am Institut für Psychologie werden im Regelfall empirische Arbeiten betreut. Das bedeutet, dass Sie in Ihrer Masterarbeit je nach Fragestellung ggf. Erhebungs-, vor allem aber angemessene Auswertungsmethoden anwenden müssen. Der jeweilige methodische Zugang richtet sich nach der Fragestellung (siehe auch: Hinweise zur methodischen Ausrichtung Ihrer Arbeit). Sie werden von Ihren Betreuer*innen bei Wahl und Anwendung infrage kommender Methoden beratend unterstützt. Dabei wird berücksichtigt, in welchem Umfang Sie im Rahmen Ihres Masterstudiums methodisch ausgebildet wurden. Darüber hinaus wird auch Eigenständigkeit in der Aneignung eventuell fehlender Methodenkenntnisse erwartet.

  • 3.3 Betreuung der Masterarbeit

    Wenn Sie Ihre Masterarbeit planen, sprechen Sie bitte gezielt eine*n Dozent*in des Instituts an, von der oder dem Sie gern betreut werden würden. Berücksichtigen Sie hierbei auch eine mögliche „thematische Passung“ zwischen Dozent*in und Ihrem geplanten Masterarbeitsthema (siehe auch: Hinweise zu Masterarbeitsthemen). Sollte eine Betreuung aufgrund fehlender thematischer Expertise oder aus Kapazitätsgründen nicht möglich sein, wird man Sie an andere Kolleg*innen verweisen. Bitte sprechen Sie daher nicht mehrere Dozent*innen gleichzeitig an.

    Ihr*e Erstbetreuer*in wird Sie darin unterstützen, eine*n zweite*n Betreuer*in zu finden.

    Aktuell werden am Institut für Psychologie von folgenden Dozent*innen Masterarbeiten betreut (alle übrigen Institutsmitglieder betreuen Masterarbeiten nur im Ausnahmefall):

    Dr. Lara Aumann
    Dr. Sarah Bebermeier
    Dr. Heike Drexler
    Prof. Dr. Joachim Grabowski
    Dr. Moti Mathiebe
    Prof. Dr. Peter F. Titzmann
    Dr. Christian Weinzierl

  • 4. Zulassung zur Masterarbeit

    Nach Absprache gibt Ihr*e Erstbetreuer*in das Thema der Masterarbeit heraus. Hierzu muss jedoch zunächst die Zulassungsvoraussetzung vom Prüfungsamt bestätigt werden. Bitte holen Sie diese Bestätigung (Antrag auf Zulassung) vor geplanter Anmeldung der Arbeit beim Prüfungsamt ein und bringen Sie diese zusammen mit dem Anmeldeformular zum Termin der Themenausgabe mit (bzw. leiten Sie diese Dokumente an Ihre*n Erstbetreuer*in weiter).

    Die Bearbeitungszeit Ihrer Masterarbeit beginnt mit der Themenausgabe. Die für Sie gültige Bearbeitungsfrist entnehmen Sie bitte der Prüfungsordnung Ihres Studiengangs.

    Bitte beachten Sie ferner, dass eine Teilnahme am Kolloquium zur Masterarbeit für Sie verpflichtend ist.

  • 5. Phasen der Masterarbeit

    Das Erstellen einer Abschlussarbeit gliedert sich in der Regel in verschiedene Phasen, die nachfolgend aufgelistet sind.

    1. Literaturrecherche und Herausarbeiten der konkreteren Fragestellung
    2. Literaturrecherche und Herausarbeiten der konkreteren Fragestellung
    3. Literaturaufarbeitung und Erarbeitung der theoretischen Grundlagen
    4. Skizzierung der Fragestellung sowie des geplanten Vorgehens im Rahmen eines Exposés
    5. Ableitung der Hypothesen und Planung der Untersuchung
    6. Durchführung der Untersuchung und Datenerhebung
    7. Auswertung der Daten

    Die Reihenfolge dieser Listenpunkte spiegelt zwar eine logische Abfolge wider. Dennoch ist es häufig so, dass diese Phasen nicht strikt sequenziell durchlaufen werden. Häufig kommt es vor, dass sich Phasen überlappen oder dass zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ein Rückgriff auf eine vorherige Phase notwendig wird. Insbesondere das Abfassen der Arbeit wird häufig parallel zu den anderen Schritten erledigt (z.B. das Abfassen des Ergebnisteils während der Durchführung der Auswertung). Im Verlauf des Arbeitsprozesses kann es auch notwendig werden, ergänzende Literaturrecherchen durchzuführen.

  • 5.1 Hinweise zum Exposé

    Das Exposé stellt eine kurze Skizze (max. 10 Seiten) Ihrer späteren Masterarbeit dar und wird für die Anmeldung der Arbeit benötigt. Es dient dazu, das Forschungsvorhaben in Absprache mit der Betreuungsperson zu konkretisieren. Im Exposé geben Sie bitte zunächst einen kurzen Überblick des aktuellen Forschungstands, formulieren Sie dann Ihre Forschungsfrage und wie Sie vorhaben, diese Frage empirisch zu untersuchen. Bei der Darstellung des Forschungsstands achten Sie vor allem darauf, nur für Ihre Frage relevante Forschung zu beschreiben und bitte machen Sie Quellenangaben. Bei der Formulierung der Fragestellung achten Sie bitte darauf, dass sich aus ihr konkrete Vorhersagen ableiten lassen, die man empirisch untersuchen kann. Bei der Darstellung der empirischen Vorgehensweise, beschreiben Sie bitte das Untersuchungsdesign, die relevanten Maße, geplante Auswertungsschritte und wie diese Schritte die Forschungsfrage beantworten würden. Fügen Sie Ihrem Exposé darüber hinaus eine vorläufige Gliederung und einen Zeitplan an.

    Hinweise: Es ist möglich, Text aus Ihrem Exposé in der späteren Masterarbeit wieder zu verwenden. Inhaltliche Abweichungen vom Exposé sind in der späteren Arbeit ebenfalls möglich.

  • 5.2 Hinweise zur methodischen Ausrichtung

    Empirische Arbeiten, wie sie typischerweise am Institut für Psychologie vergeben werden, lassen sich – grob gesagt - in qualitativ und quantitativ ausgerichtete Arbeiten unterteilen, denen teilweise grundverschiedene Annahmen über die wissenschaftliche Vorgehensweise und das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse zugrunde liegen. Quantitative Untersuchungen prüfen typischerweise anhand numerischer Daten verschiedene Hypothesen zu einem Forschungsgegenstand mittels statistischer Verfahren. Qualitative Untersuchungen treten demgegenüber zumeist ergebnisoffen und oftmals hypothesengenerierend an einen Forschungsgegenstand heran, analysiert wird hier häufig das geschriebene oder gesprochene Wort. In seltenen Fällen ist auch eine gemischte Herangehensweise zu empfehlen (die Anwendung sogenannter „Mixed Methods“), dies übersteigt aber meist den Umfang und Rahmen einer Masterarbeit. Ob Sie eher eine qualitative oder quantitative Vorgehensweise für Ihre Arbeit wählen, sollten Sie vor allem von Ihrem Forschungsinteresse und Ihrer Forschungsfrage abhängig machen. Zusätzlich sollten Sie beachten, dass die meisten Dozent*innen des Instituts für Psychologie selbst quantitativ arbeiten und nur quantitative Arbeiten betreuen. Sie sollten also bei einem Wunsch nach einer qualitativen Arbeit gezielt fragen, ob die angesprochene Betreuungsperson eine solche Arbeit auch betreuen kann und möchte.

  • 5.3 Hinweise zu empirischen Daten

    Die Grundlage empirischer Arbeiten sind Daten, die Sie aus unterschiedlichen Quellen gewinnen können. Es ist sinnvoll, sich bereits im Vorfeld der Masterarbeit mit der Datenbeschaffung auseinanderzusetzen.

    Selbst erhobene Daten. Obwohl die Erhebung (z.B. in einer Schule oder einem Arbeitskontext) ein häufig verwendetes Instrumentarium ist, auch weil man dadurch für die eigene Fragestellung exakt zutreffende Instrumente verwenden kann, ist die selbstständige Erhebung nicht immer die optimale Wahl. Unter anderem sind selbst erhobene Daten meist recht kleine Datensätze (die nur eingeschränkte Analysen zulassen), stammen aus anfallenden Stichproben (Probleme der Generalisierbarkeit) und der Aufwand der Datensammlung steht in keinem idealen Verhältnis zum Nutzen. Auch sind Institutionen (z. B. Schulen) teilweise überforscht, was zu Zugangsproblemen führt. Man sollte daher nur dann auf selbst erhobene Daten zurückgreifen, wenn es für die eigene Fragestellung keine entsprechenden Daten gibt und in Absprache mit dem Betreuer die Erhebung das Mittel der Wahl ist (unbedingt die notwendigen Analysen zur Beantwortung der Fragestellung besprechen!).

    Daten aus existierenden Projekten. Am Institut wird bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten sehr intensiv geforscht. In diesem Zusammenhang wurden unter teilweise enormem Aufwand Daten zu verschiedenen Themen und aus verschiedenen Projekten gesammelt. Diese können für Masterarbeiten verwendet werden. Vorteil dieser Art von Daten ist, dass man in die empirische Arbeit des Instituts eingebettet ist, meist größere Stichproben zur Hypothesentestung zur Verfügung hat und recht effizient an Daten kommt. Nachteil ist, dass man in der Wahl der Instrumente eingeschränkt ist und teilweise Proxies (verwandte Instrumente) für die Analysen verwenden muss.

    Öffentlich zugängliche Daten. In der sozialwissenschaftlichen Forschung hat sich mittlerweile etabliert, Daten aus öffentlich finanzierten Forschungsprojekten nach Abschluss der Arbeiten öffentlich zugänglich zu machen. Auf den Seiten des Leibniz Instituts für Sozialwissenschaften sind beispielsweise über 60.000 Datensätze gespeichert, die meistens auch für Masterarbeiten verwendet werden können https://search.gesis.org. Hier kann man über eine Suchfunktion nach für die eigene Forschungsfrage geeigneten Datensätzen suchen und findet in der Regel auch sehr gute Dokumentationen zur Entstehung dieser Daten.

    Wie man vorgeht, um mit Daten aus Forschungsprojekten oder mit öffentlich zugänglichen Datensätzen eigene Forschungsfragen zu beantworten, können Sie beispielhaft folgendem Artikel entnehmen.

    Elder, G. H., Pavalko, E. K. & Clipp, E. C. (1993). Working with archival data: Studying lives. Sage University Paper series on Quantitative Applications in the Social Sciences, 07-088. Newbury Park, CA: Sage. Seiten 23 – 49.

  • 6. Abgabe der Masterarbeit

    Die Masterarbeit ist fristgerecht in 2 Exemplaren im Geschäftszimmer des Instituts für Psychologie oder direkt bei den betreuenden Personen abzugeben. Die Abgabe der Arbeit wird schriftlich bestätigt und von uns an das Prüfungsamt weitergeleitet. Bitte bringen Sie hierzu unbedingt das entsprechende Formblatt mit (Abgabebestätigung der Masterarbeit).

    Ferner sind der Gesamttext der Masterarbeit (inkl. aller Anhänge) sowie verwendete Messinstrumente, SPSS-Rohdaten und die finale SPSS-Arbeitsdatei (bei quantitativen Analysen) bzw. anonymisierte Transkripte und Ähnliches (bei qualitativen Analysen) auf einem Datenträger beizufügen.

    Ihrer Masterarbeit ist unbedingt eine Selbstständigkeitserklärung anzufügen.

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